VHS-Forum 2018

Sabine Leutheusser-Schnarrenberger:
Haltung ist Stärke. Was auf dem Spiel steht


Mittwoch, 11. April 2018, 19.00 Uhr
Schützenhalle Borgentreich


Begrüßung:
Hubertus Grimm
, Bürgermeister der Stadt Beverungen und Vorsitzender der Verbandsversammlung


Ihr Urgroßvater war Mitbegründer der Deutschen Volkspartei und Abgeordneter im Weimarer Reichstag, ihr Onkel Justizminister, ein Großvater war Landrat, ihr Vater CDU-Kommunalpolitiker. Sabine Leutheusser-Schnarrenberger ist Juristin in fünfter Generation und in einem durch und durch politischem Elternhaus groß geworden.

Für eine Überzeugung einstehen, verlässlich sein, authentisch handeln: Diese Tugenden bestimmen das politische Handeln von Leutheusser-Schnarrenberger. Auch deshalb ist ihr Rücktritt als Justizministerin bis heute in Erinnerung geblieben. Ihre konsequente Entscheidung, als Ministerin im Kabinett Kohl zurückzutreten, weil sie den „Großen Lauschangriff“ ablehnte, brachte ihr über alle Parteien hinaus und in der Bevölkerung höchsten Respekt ein.

Dreizehn Jahre später kehrt sie zurück und setzt an der Seite von Bundeskanzlerin Angela Merkel ihre politische Arbeit fort.

In Zeiten von Flüchtlingskrise und Globalisierung gilt es für Politiker mehr denn je Haltung zu zeigen. Auch im Wahljahr 2017 zeigt Sabine Leutheusser-Schnarrenberger klare Positionen und skizziert Wege aus der Krise der liberalen Demokratie: Stärkung der Freiheitsrechte auch angesichts terroristischer Gefährdungen, mehr Datenschutz im Internet, Kampfansage an die Rechtspopulisten und das Eintreten für eine humanitäre Flüchtlingspolitik sind wichtige Bausteine ihrer Politik. Leidenschaftlich, mit einem langen Atem und unbedingter Sachbezogenheit zeigt Leutheusser-Schnarrenberger Qualitäten, die in der heutigen politischen Landschaft von vielen vermisst werden.

Sabine Leutheusser-Schnarrenberger wurde am 26. Juli 1951 in Minden geboren. Sie studierte Jura in Göttingen und Bielefeld und trat 1978 in die FDP ein. Zweimal war Leutheusser-Schnarrenberger Bundesjustizministerin und damit die erste Frau in einem klassischen Ressort. 1996 trat sie aus Protest gegen den großen Lauschangriff zurück und kehrte 13 Jahre später in das Amt zurück. Nach dem Ende ihrer zweiten Amtszeit wurde sie 2013 in den ehrenamtlichen Löschbeirat von Google berufen. Sie ist Vorstandsmitglied der Friedrich-Naumann-Stiftung und stellvertretende Vorsitzende der Theodor-Heuss-Stiftung.


Zu dieser Veranstaltung laden wir Sie herzlich ein. Der Eintritt ist frei.