19 x 1000

Der Verein "Weimarer Republik e.V." hat zum 100-jährigen Jubiläum der Weimarer Verfassung das Förderpogramm 19 x 1000 aufgelegt. Der Verein setzt sich die Pflege der Erinnerungskultur für die erste deutsche Demokratie zum Ziel. Durch das Programm werden aus Mittel des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutzes bundesweit 19 Projekte gefördert, von denen mindestens 5 in Weimar stattfinden

Die Ausschreibung des Programms setzt folgenden Rahmen:

"Bei allem Aufbruch des Jahres 1919 dürfen die Schattenseiten der damaligen Entwicklung nicht in den Hintergrund treten. Von Anfang an war die nach ihrer Geburtsstadt benannte Weimarer Republik eine fragile, bedrohte Konstruktion. Von links und rechts wurde sie angefeindet, große Teile der Eliten standen ihr ablehnend gegenüber. Der verlorene Weltkrieg mit all seinen Folgen belastete die junge Demokratie schwer. Wirtschaftliche Krisen, gewalttätige Auseinandersetzungen und eine vergiftete politische Atmosphäre taten ihr Übriges. Am Ende triumphierten die Feinde der Demokratie – mit den bekannten katastrophalen Folgen. Die Weimarer Republik wurde abgelöst von der Terrorherrschaft der Nationalsozialisten, die in den Zweiten Weltkrieg führte und unvorstellbare Verbrechen hervorbrachte bis hin zum Holocaust.
Vor diesem Hintergrund ist die Erinnerung an die erste deutsche Demokratie von Ambivalenz geprägt. Ihre Geschichte zeigt einerseits, welches Potential in solchen Werten wie Freiheit und Partizipation liegt, und andererseits, wie gefährdet und bedroht eine offene, liberale Gesellschaft ist. Die damit verbundenen Fragen sind auch heute noch hochaktuell. Deshalb lohnt es, sich mit der Weimarer Republik zu beschäftigen – auch und gerade 100 Jahre nach ihrer Gründung."
 
Die Bewerbung unserer VHS von Oktober 2018 beschreibt ein Projekt: "Die Veranstaltungen bilden ein besonderes Format, indem sie in einer ehemaligen Synagoge stattfinden, in der die VHS seit vielen Jahren bei Vorträgen und anderen Veranstaltungsformen Themen um Einflüsse des jüdischen Lebens und jüdischer Denker auf vergangene und gegenwärtige gesellschaftliche Entwicklung aufgreift."

Inzwischen sind auch Veranstaltungen andernorts geplant, die imselben inhaltichen Rahmen stattfinden.

Unser Antrag wurde durch den Verein bewilligt, worüber wir uns sehr freuen.