Gesellschaft - Warburg

Kursnummer Titel Start Datum Ort Dozent
Z101401 AUSFALL : Die erste Demokratie in Deutschland - Vor 100 Jahren entstand die Weimarer Republik 16.10.2019 Warburg, Am Markt 3 (Altstadt) Christian Holtgreve
Z110605 Tagesfahrt zum Museum der Menschheit nach Zaandam 19.10.2019 ZOB Beverungen (6.30 Uhr), Schützenplatz Warburg (7.00 Uhr) Dr. Andreas Knoblauch-Flach
Z110603 Workshop: Wie können wir vernünftig, respektvoll und in Würde miteinander umgehen 26.10.2019 Warburg, Rathaus, Zwischen den Städten, Seminarraum I Rolf-Ulrich Kramer
Z101402 Ausfall: Von Weimar nach Bonn - 100 Jahre Weimarer Verfassung und 70 Jahre Grundgesetz –eine filmische Collage - 07.11.2019 Warburg, Rathaus, Zwischen den Städten, Sitzungssaal Christian Holtgreve
Z108100 Politisch-philosophischer Gesprächskreis: Wieviel (oder welchen) Staat brauchen wir? 13.11.2019 Warburg, Rathaus, Zwischen den Städten, Seminarraum III Hans-Jürgen Grosser
Z110301 Vortrag: Vorsorge für Unfall, Krankheit, Alter durch Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und Patientenverfügung 13.11.2019 Warburg, Vortragsraum der Vereinigten Volksbank in Warburg (Eingang von der Desenberggasse) Monika Kriwet
Z110503 Vortrag: Datenschutz, Datenschnüffeln, IT-Forensik 14.11.2019 Warburg, Rathaus, Zwischen den Städten, Sitzungssaal Karl-Heinrich Gehlhaus
Z109002 Vortrag: Israel zwischen Hightech und Mittelalter 28.11.2019 Warburg, Rathaus, Zwischen den Städten, Sitzungssaal Rainer Mues

AUSFALL : Die erste Demokratie in Deutschland - Vor 100 Jahren entstand die Weimarer Republik

Kursnummer: Z101401
Dozent: Christian Holtgreve

Achtung der Kurs fällt aus!!!

Das große Morden des 1. Weltkrieges war endlich zu Ende. Die aufständischen Matrosen von Kiel forderten den Frieden ein, der Kaiser musste abdanken, in Berlin wurde die Republik ausgerufen und in Versailles wurde ein umstrittener Friedensvertrag unterschrieben. In Weimar tagte die frei gewählte Nationalversammlung – an der Wahl hatten zum ersten Mal auch die Frauen teilgenommen – und gab dem Land die erste demokratische Verfassung seiner Geschichte.
Ein Sozialdemokrat – Friedrich Ebert – wurde erster Reichspräsident, der 8-Stundentag und die Tarifordnung wurden eingeführt. Arbeitsgerichte entstanden, das kulturelle Leben blühte auf und Berlin wurde zu einer der lebendigsten Metropolen der Welt. 
Aber auch die Feinde der neuen Republik formierten sich. Reaktionäre Kräfte in Militär und in der Gesellschaft versuchten, das Rad der Geschichte zurückzudrehen. Sie sammelten sich in der natio-nalsozialistischen Partei, die zur stärksten politischen Kraft wurde und 1933 – nach nur 13 Jahren Demokratie – die Macht an sich riss und eine rassistische und antisemitische Diktatur errichtete. Diese Entwicklung wird an vier Abenden in diesem Kurs nachgezeichnet. 

Mittwoch, 16.10., 30.10., 13.11. u. 27.11., jeweils von 19.00-21.00 Uhr; Warburg, Am Markt 3 (Altstadt); 4 x 2,67 UE; Gebühr: 21,00 €

Tagesfahrt zum Museum der Menschheit nach Zaandam

Kursnummer: Z110605
Dozent: Dr. Andreas Knoblauch-Flach

Mitte Oktober endet die Ausstellung „Museum der Menschheit“ in Warburg. Das ursprüngliche Museum des Fotografen Ruben Timman befindet sich im niederländischen Zaandam. Dorthin führt eine Tagesfahrt der VHS mit einer Museumsführung durch Ruben Timman.

Das Museum entspricht in seiner Atmosphäre ziemlich genau dem Traum, den Ruben vor fast 20 Jahren hatte und der sich nach und nach verwirklichte.

Zu sehen sind nicht nur Portraits wie in Warburg, sondern auch verfremdete und noch größere Motive.

Nach dem Besuch des Museums der Menschheit besteht die Möglichkeit, in Eigenregie das Freilicht-Museum "Zaanse Schans" zu besuchen (https://zaansmuseum.nl/de/). Durch die authentischen Holzhäuser und die schönen Mühlen erweckt dieses Gebiet den Eindruck eines Freilichtmuseums. Das ist es aber nicht, denn in der Zaanse Schans wohnen und arbeiten ganz normale Menschen. In den Mühlen und den diversen Werkstätten verrichten die Handwerker noch heute täglich ihre Arbeit. Besuchen Sie den Holzschuhmacher, den Zinngießer, die Käserei oder eine der Handwerker-Mühlen. Es gibt hier genügend Auswahl an Restaurants und Gaststätten mit original holländischen Leckerbissen.

Mindestteilnehmerzahl: 35!

Zustiegsmöglichkeiten: Beverungen (6.30 Uhr, Bahnhof ZOB), 7.00 Uhr Warburg (Schützenplatz). Die Fahrt nach Zaandam dauert ca. 4 Stunden.

Die Gebühr beinhaltet ausschließlich die Fahrt.

Sa, 19.10.2019, 6:30 - ca. 22:00 Uhr; 6 UE; Gebühr: 45,00 €

Workshop: Wie können wir vernünftig, respektvoll und in Würde miteinander umgehen

Kursnummer: Z110603
Dozent: Rolf-Ulrich Kramer

„Was ist da eigentlich schief gegangen“, fragt man sich manchmal, wenn ein Austausch nicht geklappt hat. Im Umgang miteinander kommt es häufig auf Kleinigkeiten an. Die gute Nachricht: diese Kleinigkeiten kann man erlernen. Dabei kommt es auf ein paar einfache Grundprinzipien an. Beherzigt man diese, dann kommt man auch in stressigen Situationen gut zurecht. Es geht tatsächlich ohne Streit und böse Worte, auch wenn die Emotionen mal Wellen schlagen.
Wie das geht, erlernen Sie in diesem in dieser Einführung. Anhand von zwölf Übungen lernen Sie, mit typischen Basis-Situationen aus dem Alltag gekonnt umzugehen. Mit einem anderen Teilnehmer machen Sie die eine oder andere Übung so lange, bis Sie Ihre eigene Lösung gefunden haben. Weil es Ihre eigene Lösung ist, lässt sie sich auch nahtlos auf das tägliche Leben übertragen. Sie bekommen nichts vorgemacht oder eingepaukt, und es gibt auch keinerlei Selbstentblößung und andere Peinlichkeiten. Im Gegenteil, es wird viel gelacht.
Der Besuch der Einführung ist keine Voraussetzung für die Teilnahme am Workshop.
Anmeldeschluss: 21.10.

Samstag, 26.10., 09:00-16:00 Uhr; Warburg, Rathaus, Zwischen den Städten, Seminarraum I; 1 Termine; 8,67 UE; 29€

Ausfall: Von Weimar nach Bonn - 100 Jahre Weimarer Verfassung und 70 Jahre Grundgesetz –eine filmische Collage -

Kursnummer: Z101402
Dozent: Christian Holtgreve

Achtung der Kurs fällt aus!!!

In diesem Jahr feiern zwei wichtige Ereignisse der deutschen Geschichte ihr Jubiläum. Vor 100 Jahren entstand die erste Demokratie auf deutschem Boden und nach Abdankung des Kaisers wurde eine parlamentarische Demokratie mit einer demokratischen Verfassung ins Leben gerufen, damals wohl die modernste Verfassung der Welt. Aber die Feinde dieser Ordnung setzten alles daran, die Demokratie durch eine völkische Diktatur zu ersetzen. So kam der deutsche Faschismus an die Macht und errichtete seine Gewaltherrschaft. Nach dem „Tag der Befreiung“, wie der frühere Bundespräsident Richard von Weizsäcker den 8. Mai 1945 würdigte, trat der Parlamentarische Rat zusammen und erarbeitete das Grundgesetz für die Bundes-republik Deutschland, das im Mai 1949, also vor 70 Jahren, als Grundlage der zweiten Demokratie verabschiedet wurde.
In einer filmischen Collage werden diese beiden Ereignisse beleuchtet und in den Zusammenhang mit den demokratischen Volksbewegungen im 19. Jahrhundert gestellt. So das „Hambacher Fest“ von 1832 und die Revolution von 1848 mit dem Paulskirchen-Parlament in Frankfurt am Main.
Die Freiheitsrechte und die Grundrechte der Menschen wurden damals noch unterdrückt und konnten sich erst viele Jahre später durchsetzen. 

Donnerstag, 7.11., 19.00-21.00 Uhr; Warburg, Rathaus, Zwischen den Städten, Sitzungssaal; 2,67 UE; Gebühr: 5,00 €

Politisch-philosophischer Gesprächskreis: Wieviel (oder welchen) Staat brauchen wir?

Kursnummer: Z108100
Dozent: Hans-Jürgen Grosser

Der moderne Staat ist und bleibt ambivalent: Er sichert unsere Existenz und bedrängt sie zugleich. Nur wenn er es schafft, die divergenten Interessen der Individuen zu einer Allgemeinheit zu bündeln, stellt er eine moralische Instanz dar. 
Der Soziologe Heinz Bude (Kassel) hat sechs Phasen unterschieden, die sich in der Entwicklung un-seres «Staatsglaubens» seit 1945 beobachten lassen. Unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg lässt sich von einem «notwendigen Staat» sprechen, der die politische Ordnung wiederherstellt und die Rah-menbedingungen für den Aufschwung der Wirtschaft absteckt; dieses Modell wird vom «erweiterten (Wohlstands-) Staat» der 60er und frühen 70er Jahre abgelöst, der eine Reihe zusätzlicher Aufgaben nach sich zieht: Der Staat wird zum Treibriemen gesellschaftlicher Veränderungen.
Durch die steigenden Kosten, die dieses Modell verursacht, entwickelt sich daraufhin  der «gefräßige Staat», der immer neue Einnahmequellen erschließen muss, weil immer neue Aufgaben des Staates gefunden werden: Armutsbekämpfung, Herstellung von Chancengleichheit, Integration von Migran-ten, Gleichberechtigung der Geschlechter, Kampf gegen Diskriminierungen, Sicherung der Pensionen u.v.m. Es scheint nichts zu geben, was sich der Zuständigkeit des Staates entziehen könnte. Durch die neoliberal motivierte Kritik am Staat seit den 80er Jahren wird der «gefräßige Staat» aber nicht entmachtet oder gar abgeschafft, sondern er wandelt sich zum «launigen Staat». Da die Ressourcen nicht ausreichen, um alle Ansprüche zu befriedigen, werden einmal diese, einmal jene gesellschaftli-chen Gruppen bevorzugt behandelt, aber nicht nach transparenten und verbindlichen Kriterien, son-dern nach politischer Lage, medialer Stimmung und dem Stand des Lobbyismus.
Dann folgt die Stunde des «freundlichen Staates». Der Staat will seine Bürger nicht durch strikte Regeln und Vorgaben bevormunden, sehr wohl aber als anstoßgebender Ratgeber fungieren, der ein bestimmtes, erwünschtes Verhalten nicht erzwingt, aber doch mit Nachdruck und raffinierten Tricks nahelegt. Zwei Formen des Staats, die gegenwärtig ebenfalls Kopfzerbrechen bereiten, kommen hin-zu: Der Überwachungsstaat, der sich seinen Bürgern gegenüber nicht freundlich, sondern rigide kon-trollierend verhält, und der Staat, der als politisches Subjekt nach außen in Erscheinung tritt. In den gegenwärtigen Debatten, wieviel Freiheit und wie viele Regeln, wieviel Schutz und wieviel Kontrolle der Mensch braucht, spiegelt sich aber jene Differenz wider, die das Bild des modernen Staates von Anfang an prägte: Sicherheit versus Freiheit. Zum Verhältnis von Wirtschaft und Ethik: Die globalen Finanz-Eliten haben leider den Zusammenhang von Risiko und Verantwortung für sich persönlich entkoppelt, so dass es zur Umkehr der Verhältnisse kam: Die Kleinen retteten die Großen, wofür sich diese – als der Spuk vorbei war – natürlich nicht revanchierten. Der versprochene Wohlstand für alle erweist sich als Hochstapelei. Was tun? Der Sozialismus liegt links vom Gehirn, der Kapitalismus rechts vom Herzen. Zwischen diesen beiden Schmerzpunkten wird die aktuelle Debatte geführt. Der Mittelweg einer sozialen Marktwirtschaft wirkt zuweilen wie verschüttet. So gesehen funktioniert der Juso-Chef Kevin Kühnert wie ein Spürhund  im Erdbebengebiet. Er rettet nicht, aber er schlägt an. Er kennt nicht die Lösung, aber er weist uns darauf hin, dass tief in der Gesellschaft ein sehnsüchtiges Herz schlägt.“ (Gabor Steingart)

Mittwoch, 13.11., 20.11., 27.11., 4.12., 11.12., 18.00-19.30 Uhr,; Warburg, Rathaus, Zwischen den Städten, Seminarraum III; 5 x 2 UE; Gebühr: 35,00 €

Vortrag: Vorsorge für Unfall, Krankheit, Alter durch Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und Patientenverfügung

Kursnummer: Z110301
Dozent: Monika Kriwet

Das Thema Vorsorgevollmacht wird zwar immer präsenter in der Bevölkerung, aber immer noch denken viel zu wenig Menschen daran - für den Fall, dass sie aufgrund nachlassender Kräfte nicht mehr in der Lage sind eigenständige Entscheidungen zu treffen - eine Vorsorgevollmacht zu errichten. Wird keine Vorsorgevollmacht errichtet, wird das Gericht im Bedarfsfall einen Betreuer zur gesetzlichen Vertretung bestellen. Dies können Sie durch eine Vorsorgevollmacht vermeiden. Eine Vorsorgevollmacht sollte daher jeder haben!
In diesem Vortrag erfahren Sie anhand von Mustern und Beispielen alles, was Sie zu einer Vorsorgevollmacht/Betreuungsverfügung/Patientenverfügung wissen müssen.
Aus organisatorischen Gründen bitten wir um Voranmeldung.

Mittwoch, 13.11., 19:30-21:00 Uhr; Warburg, Vortragsraum der Vereinigten Volksbank in Warburg (Eingang von der Desenberggasse); 1 Termine; 2 UE; 5€

Vortrag: Datenschutz, Datenschnüffeln, IT-Forensik

Kursnummer: Z110503
Dozent: Karl-Heinrich Gehlhaus

Bereits 2010 veröffentlichte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik den Leitfaden "IT-Forensik". Es ist also kein junges Thema der Informations-und Kommunikationstechnik. Von der Spezialwissenschaft für Ermittlungsbehörden hat sich die IT-, Daten-, Computer- oder Handyforensik weiterentwickelt zum Nachweis- und Beweisinstrument von Vorfällen auf elektronischen Geräten. Die IT-Forensik bietet sich zu allen Dokumentations- und Untersuchungszwecken im Zusammenhang mit elektronischer Datenverarbeitung an. Die Vortrag soll einen Überblick über die gängigen Verfahren, den Nutzwert und die Grenzbereiche aufzeigen. Der Referent wird auf die Themen Datensicherheit und atenschutz am PC, Handy oder Tablet eingehen.

Donnerstag, 14.11., 19:00-21:00 Uhr; Warburg, Rathaus, Zwischen den Städten, Sitzungssaal; 1 Termine; 2,67 UE; 5€

Vortrag: Israel zwischen Hightech und Mittelalter

Kursnummer: Z109002
Dozent: Rainer Mues

Sabine Hauptmann und Rainer Mues geben, begleitet von bildlichen Eindrücken, einen vorsichtigen persönlichen Einblick in das Land Israel, welches von den Christen oft auch Heiliges Land genannt wird. Das einzige Land in diesem Raum, das aus Sicht der Referenten als demokratisch bezeichnet werden kann. Ein Land, in dem sich gleichzeitig Hightech und Mittelalter begegnen. Ein Land, wel-ches Zentrum der drei monotheistischen Religionen ist und seit 3000 Jahren Konfliktgebiet. 

Donnerstag, 28.11., 19.30-21.00 Uhr; Warburg, Rathaus, Zwischen den Städten, Sitzungssaal; 2 UE; Gebühr: 4,00 €